WordPress Silo-Struktur anlegen

Gerade wenn es an größere Projekte geht ist eine ordentliche Vorbereitung enorm wichtig. Die URL Struktur ist etwas, dass oft vernachlässigt wird. Mit ihr kann man dem User und Google deutlich aufzeigen, worum es auf der entsprechenden Seite geht.

Inhaltsverzeichnis

    Da ich bis vor kurzem selbst kein Projekt hatte, bei dem es notwendig gewesen wäre eine Silo Struktur aufzubauen, hat mich das Thema nie wirklich interessiert. Bei Nischenseiten ist es sowieso schwer, eine ordentliche URL Struktur im Silo-Format zu erstellen. Diese Methode ist eher für „Authority-Seiten“ gedacht. Also Seiten die mehrere Themen (Nischen?) auf einer Seite behandeln.

    Die ganze Thematik des Silos beruht auf dem Artikel von Lukas: Hub Pages in WordPress: So funktioniert deine Silostruktur auch auf URL-Ebene

    In dem Beitrag wurde alles wichtige über Silos und Hub-Pages gesagt, daher gehe ich hier nicht direkt auf das Thema ein, sondern zeige nur eine weitere Lösung um das arbeiten mit Silos zu ermöglichen.

    WordPress und eine vernünftige URL-Struktur

    Die eigentliche URL Struktur von WordPress erlaubt es nicht, ein vernünftiges Silo aufzubauen. Es gibt die eine oder andere Möglichkeit, mit Hausmittel eine Struktur in die URLs zu bekommen, allerdings finde ich diese Vorgehensweisen eher weniger geeignet.

    Beiträge und Kategorien nutzen

    Nahe liegend betrachtet ist die Wahl von Beiträgen und Kategorien als Silo, die beste Vorgehensweise. Es gibt zwei Dinge die beachtet werden müssen:

    Die Permalink-Struktur: /%category%/%postname%/

    Außerdem darf die Kategorie-Basis nicht verändert werden. Falls doch geschehen, muss das Snippet dementsprechend geändert werden.

    Die Lösung – ein kleines Snippet:

    Zeile 2: Hier wird gecheckt, ob wir uns in der Taxonomie „category“ befinden. Falls wir uns nicht in der Taxonomie befinden, wird nichts gemacht und der ursprüngliche Termlink zurückgegeben.

    Zeile 4: Wird angewendet, wenn wir uns doch in der Taxonomie „category“ befinden. Durch die PHP-Funktion „str_replace“ wird der gesamte Link angepasst und die „/category“ aus dem Link entfernt.

    Das Ergebnis

    Alle Kategorie-URLs werden angepasst, dies geschieht völlig automatisch. Hier ein Screenshot als Beispiel:

    Komplikationen?

    Diese Methode erzeugt in der Regel keine Komplikationen, allerdings gibt es ein „WP-Core“ Problem bei der Benennung von Kategorien und Unterkategorien, die den gleichen Slug haben sollen. Es kann nicht zweimal den gleichen geben, Beispiel:

    Soll eine Mehrstufige Silo-Struktur aufgebaut werden, kann man diese Problematik umgehen, in dem der Slug direkt in der Datenbank geändert wird. Ich hatte das bei einem früheren Projekt schon einmal ausprobiert und konnte keine Nachteile entdecken. Allerdings ist dies schon wieder eine Weile her und sollte dahingehend selbst noch mal getestet werden.

    Alternativen

    Seiten und Kinderseiten nutzen

    Die einfachste und schnellste Möglichkeit ist es den Post Type Seiten zu nutzen. Hier kann man dank der Seiten-Attribute Elternseiten bestimmten. Die Kinderseiten werden dann der Elternseite untergeordnet, was auch in der URL wiedergespiegelt wird.

    Nachteil: Die Beschränkung der gesamten, oder zumindest der meisten Inhalte, auf den Post Type Seiten.

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